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Geowissenschaftliche Expertise

Geowissenschaftliche Expertise zur Beurteilung potentieller Wirtsgesteine: Im deutschen Kompetenzzentrum für angewandte geowissenschaftliche Forschung, dem Geozentrum Hannover, arbeitet die BGR gemeinsam mit dem Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA) und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), in dem das frühere Niedersächsische Amt für Bodenforschung (NlfB) aufgegangen ist, an aktuellen Fragestellungen zur Rohstoff- und Energieversorgung Deutschlands, zu aktuellen geowissenschaftlichen Problemstellungen und zu geowissenschaftlichen Themen der Endlagerung.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist die zentrale geowissenschaftliche Fachbehörde Deutschlands im Zuständigkeitsbereich des BMWi. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit einer Anzahl von untersuchungswürdigen Regionen, in denen die grundsätzlich für die Endlagerung in Betracht kommenden Gesteine vorkommen – Salzlagerstätten, Tongesteine und kristalline Gesteine – befasst. Die BGR führt grundlegende FuE-Untersuchungen durch und ist in die Endlagerprojekte des BMU eingebunden.

Die BGR bearbeitet in den Endlagerprojekten geowissenschaftliche und geotechnische Fragestellungen, insbesondere die geologische Erkundung der Standorte, die gesteinsphysikalische Charakterisierung des Wirtsgesteins und die Analyse von zukünftigen Szenarien für die Langzeitsicherheit. FuE betreibt die BGR auf einer Reihe geowissenschaftlicher Spezialgebiete (Geophysik, Salzmechanik, Geoszenarik, Georisikoforschung).

Salzstrukturen in Niedersachsen 

Die Salzstrukturen in Niedersachsen haben ihren Ursprung in der vor mehreren hundert Millionen Jahren erfolgten Sedimentation aus dem Zechsteinmeer. Aufgrund der Überdeckung mit spezifisch schwereren, jüngeren Sedimenten kam es zur Bildung von Salzkissen, Salzstöcken oder Salzaufpressungen (Quelle NlfB).

Neben den deutschen Salzlagerstätten z. B. in Niedersachsen wurden von der BGR auch untersuchungswürdige Regionen mit kristallinen Gesteinen und vor kurzem solche mit Tongesteinen ausgewiesen und bewertet.

Die aus wissenschaftlicher Sicht begründete Festlegung auf Salz als das am meisten geeignete Wirtsgestein für die Endlagerung von Abfällen mit hoher Wärmeentwicklung erfolgte früh. Salzgesteine sind daher in Deutschland am besten hinsichtlich ihrer Tauglichkeit untersucht. Die Entscheidung aus dem Jahr 1977, den Salzstock Gorleben als potentiellen Endlagerstandort auszuweisen und unter Tage eingehend zu untersuchen, erweist sich auch heute als richtig. Bislang liegen keine Erkenntnisse vor, welche die Eignung widerlegen.

 

Weitere Informationen:

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Geozentrum Hannover
Stilleweg 2
30655 Hannover

Mai 2012